Einkaufen mit Köpfchen

Mit Lust und Laune shoppen

© Klaus-Peter Adler - Fotolia.comEigentlich weiß es jeder: Wer zu Weihnachten mit ausgefallenen oder persönlichen Geschenken aufwarten will, sollte schon das gesamte Jahr mit offenen Augen durch die Geschäfte gehen. In der Regel denkt man dann doch nicht daran und gekauft wird wieder im letzten Moment. Die persönliche Note fehlt allerdings bei den meisten „Last-Minute-Geschenken“. Es ist jedem ein Graus, in letzter Minute los zu laufen und noch ein passendes Weihnachtsgeschenk zu besorgen. Schließlich sind damit Stress, Hektik, volle Straßen, Parkplatzsuche und überfüllte Kaufhäuser verbunden. Selbst wenn man bequem online eingekauft hat, stellt man nur allzu oft fest, dass der Liefertermin doch etwas eng gewählt wurde – also entsteht auch hier wieder Weihnachtsstress.  Das alles ließe sich ersparen, wenn man sich schon im Laufe des Jahres ein paar Gedanken über mögliche Geschenke für Freunde und Familie macht.
Viele Geschenkideen, die in Frage kommen, sind vor allem im Sommer deutlich günstiger zu bekommen als kurz vor den Feiertagen. Besonders trifft dies auf Kurzreisen zum Fest und zwischen den Jahren zu. So lässt sich bares Geld sparen. Ein anderer positiver Nebeneffekt ist, dass die Haushaltskasse, die kurz vor Weihnachten wegen des Festmenüs und anderer Kleinigkeiten eh schon geschröpft ist, weitestgehend verschont bleibt. Die Ausgaben für die Geschenke verteilen sich über das ganze Jahr und sind daher weniger belastend. Außerdem bleibt für Steuern und Versicherungen, die gleich im neuen Jahr fällig werden, genügend übrig.
Oftmals wartet man dann doch wieder bis zum letzten Moment, um vielleicht einen Hinweis auf die Wünsche des zu Beschenkenden zu erhalten. Immerhin kann man sogar am 24. Dezember noch auf die Schnelle etwas besorgen. Da der erwartete Hinweis meistens doch ausbleibt, greift man dann als letzte Lösung oft zum Gutschein, der sich im Übrigen in den letzten Jahren an die vordersten Positionen der am häufigsten gewählten Geschenkideen zu Weihnachten entwickelt hat. Natürlich wird ein nett verpacktes Geldgeschenk ebenfalls sehr gerne genommen. Solche Geschenke sind besonders gut geeignet, wenn der Sohn auf ein Motorrad oder die Tochter auf einen Computer spart. Bastel- und Zeitschriftenläden halten genau wie verschiedene Internetportale Ideen und Materialien bereit, um entsprechend persönliche Grußkarten und Verpackungen für solche Geschenke selbst zu gestalten.
Gute Ratschläge werden allgemein hin gern angenommen. Beim Thema Weihnachten allerdings mangelt es dann doch wieder an der Umsetzung. Nicht umsonst herrscht Jahr für Jahr ein Weihnachtschaos, das seinesgleichen sucht. Denn oft kommt Weihnachten so gänzlich überraschend und unerwartet. Mit etwas Weitsicht ließe sich einiges an Geld und Nerven sparen. Gutscheine und Geldgeschenke kommen zwar gut an, aber mit etwas mehr Zeit im Vorfeld lassen sich sicher auch noch ein paar persönlichere Geschenke finden, die von Herzen kommen.

Alle Jahre wieder – Der Kampf mit dem Geschenk

© Zoe - Fotolia.com„König Kunde“ scheint der Vergangenheit anzugehören. Der Verbraucher ist heute immer öfter Opfer von gemeinen Tricks der Händler. Oft sind es verlockende Angebote, für die sich der Kunde interessiert, tatsächlich wird er nur all zu oft „übers Ohr gehauen“.

Mit Lügen locken

„Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe“ – einem solchen Plakat im Schaufenster schenkt man gern sein Vertrauen und vermutet echte Schnäppchen. Doch immer öfter schließen Geschäfte überhaupt nicht, auch reduzierte Preise findet man nicht. Ist der Kunde erst im Laden, hat der Verkäufer leichtes Spiel. Die eigentlich gewünschte und reduzierte Ware ist ausverkauft, es kommen teurere Alternativen ins Spiel. Oft kann der Kunde hier nicht widerstehen und kauft. Die Taktik des Händlers ist aufgegangen.

Die Rabatt-Lüge

So manch einer wundert sich, wie beispielsweise in Möbelhäusern Preisnachlässe von 80 Prozent überhaupt möglich sind. Tatsächlich werden die Preise der Einzelstücke zunächst kräftig angehoben, bevor man den vermeintlich günstigen Preis anbietet. Der alte Spruch unter Kaufmännern „Rabatt ist das, was man vorher draufschlägt“ scheint hier wirklich Verwendung zu finden. Solches Handeln ist zwar strafbar, jedoch gehören solche Preiskationen zum täglichen Geschäft ganz selbstverständlich dazu.

Vorsicht vor Testurteilen

Produkte, die ein offensichtliches Testsiegel aufweisen, verkaufen sich in der Regel besonders gut. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten. Solche Testsiegel sind oftmals schon einige Jahre alt oder beziehen sich gar nicht auf das entsprechende Produkt. In einigen Fällen werden die entsprechenden verkaufsfördernden Testurteile auch schlichtweg gefälscht. Hier ist also immer ganz besonderes Augenmerk notwendig!

Aufpassen mit den Extras

So einige Extras sind gesetzlich vorgeschrieben. Da das allerdings die wenigsten Kunden wissen, nutzt der Händler den Umstand zu seinem Vorteil. So liest man immer wieder von einem freiwilligen Umtauschrecht bei Mängeln oder einem Widerrufsrecht von 14 Tagen bei Interneteinkäufen. Freiwillig sind solche Aktionen nicht, denn der Gesetzgeber schreibt sie vor. Einige Händler versuchen auch beim Umtausch defekter Waren noch Profit zu machen. Sie verlangen beispielsweise für diese „Service-Leistung“ eine entsprechende Gebühr. Der Europäische Gerichtshof hat allerdings entschieden, dass solche Machenschaften verboten sind.

Vorsicht vor Folgekosten

Viele Produkte, besonders in der Elektro- und Unterhaltungssparte, sind immer wieder für sensationell günstige Preise zu erhalten. Ein häufig zu findendes Beispiel sind Tintenstrahldrucker. Diese bekommt man tatsächlich für kleines Geld. Das große Erwachen kommt dann beim ersten Kauf neuer Patronen. Ein Satz Patronen kann bei einigen Geräten teurer ausfallen als die Anschaffung des Druckers selbst. Hier seien Alternativprodukte wie Tintenpatronen von Fremdherstellern oder Nachfüllsets empfohlen.

Fazit

Nur wer mit wirklich offenen Augen einkauft, wird die Maschenschaften vieler Händler durchschauen können. Die Mühe lohnt sich, denn oftmals sind auch die Schnäppchen eigentlich viel zu teuer.